Erste Aktion im Aktionsjahr „Stress-Frei in der Kita“: Nachhallmessung in der KiTa Markoldendorf

In unserer Befragung der pädagogischen Mitarbeitenden hat sich „Lärm“ als eines der belastenden Hauptprobleme bei der Arbeit in den Kindertagesstätten heraus gestellt. Zusammen mit unserer zuständigen Fachkraft für Arbeitssicherheit bei der EFAS, Herrn Ehbrecht, haben wir deshalb überlegt, wie man sich diesem Problem nähern kann. Eine von mehreren Ideen ist, die bau- und raumakustischen Gegebenheiten in Kindertagesstätten in Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Holzminden zu untersuchen und durch studentische Ausarbeitungen Vorschläge für Sanierungen zu erhalten. Neben dem optimalen Verbesserungspotential soll auch aufgezeigt werden, wie mit geringen finanziellen Mitteln und in Eigeninitiative wirksame Maßnahmen durchgeführt werden können. Möglicher Weise können aus mehreren (oder vielen) Untersuchungsergebnissen dieses „Forschungsprojekts“ grundsätzliche Schlussfolgerungen gezogen werden. Wenn möglich, sollen diese Erkenntnisse in einer Arbeitshilfe zusammen geführt werden, mit der Kindertagesstättenträger im Gesamtbereich der EKD Sanierungsplanungen nach Bedarf selbständig durchführen können.

Das Thema „Lärm“ enthält zwei grundsätzliche Teilaspekte: den Lärmpegel (Lautstärke eines Schallereignisses) und die Nachhallzeit. Gerade letzteres ist oftmals ein großes Problem in Kindertagesstätten. Nachhall resultiert aus harten Oberflächen (Wände, Decken, Bodenbeläge, Fenster etc.), die den Sprachschall (auch anderer Lärmereignisse) zurück werfen. Der reflektierte Schall überlagert sich mit dem direkten Sprachschall. Dieser Effekt mindert die Sprachverständlichkeit. Um das auszugleichen, sprechen die Menschen meist lauter, um doch verstehen zu können. Mit dem Ansteigen des Lärmpegels gibt es mehr Reflexionsschall – ein Teufelskreis.

Der Lärm ist ein Stressfaktor, der sich negativ auf das Wohlbefinden von Erwachsenen und Kindern auswirken kann. Adrenalin wird im Körper freigesetzt, was bei Dauerhaftigkeit Bluthochdruck und entsprechende Folgekrankheiten bewirken kann. Deshalb sollten Lärmschutzmaßnahmen ausgeführt werden. Sie beziehen sich in Kindertagesstätten vor allem auf die Reduzierung des Nachhalls. Er sollte deutlich kürzer als eine Sekunde sein. Geringere Nachhallzeiten bedeuten bessere Sprachverständlichkeit, weshalb die Menschen weniger laut sprechen – ein zusätzlicher Gewinn hinsichtlich geringerer Belastungen. Die bessere Sprachverständlichkeit ist übrigens vorteilhaft für den Spracherwerb der Kinder.

Am 31.03.2011 war es nun soweit. Professor Reinhardt Lamers von der HAWK in Holzminden, begleitet von Dipl.-Ing. Gernot Liebau, besuchte mit ca. 20 Studierenden des Studiengangs Gebäudetechnik den Ev.-luth. Kindergarten in Markoldendorf, um im Rahmen eines Praktikums Nachhallmessungen durchzuführen und die baulichen Gegebenheiten zu studieren. Schnell waren Testtongenerator, Lautsprecher und Messgerät in Stellung gebracht und Messungen im Speiseraum / Küche bzw. im Mehrzweckraum durchgeführt. Für diese Räume besteht der Verdacht, dass die Nachhallzeiten zu lang sind. Die Untersuchungsergebnisse werden nun ausgewertet. Die Studierenden werden unter Anleitung von Prof. Lamers Vorschläge zur Verbesserung der Raumakustik machen.

Voraussichtlich im Herbst werden wir einen Vortrag zum Thema „Lärm“ organisieren.
Wir werden weiter berichten!

(Die MAV Leine-Solling dankt Herrn Ehbrecht für diesen Artikel und das Foto)

 

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Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung

Die ersten Ergebnisse unserer Befragung der pädagogischen Mitarbeitenden liegen vor. Um jetzt hier nicht einen riesigen Zahlenberg auszubreiten, haben wir das Ganze in verschiedene Teile unterteilt. Ein Klick auf den Link öffnet das jeweilige Dokument:

  1. Gesamtergebnisse: Alle Fragen mit den jeweiligen Prozentangaben der Antworten
  2. Auswertung Teil 1- Organisatorisches und “Fragen zur Person”: hier wird über Rücklauf und die Auswertung der Fragen auf der ersten Seite (Alter, Berufserfahrung) berichtet
  3. Auswertung Teil 2 – Eindeutig als Belastungsfaktoren benannt: Die Fragen, die eine überwiegende Mehrheit als Belastung benannt hat
  4. Auswertung Teil 3- Belastungsfaktoren, die für viele Mitarbeitende, aber nicht für die Mehrheit, vorhanden sind.
  5. Auswertung Teil 4- Eindeutig nicht als Belastungsfaktoren benannt.
  6. Auswertung Teil 5- Belastungsfolgen. Die Fragen 44bis 55 beschäftigen sich mit den körperlichen und psychischen Folgen der Belastungsfaktoren
  7. Auswertung Teil 6- Ressourcen und Sinngebung durch die Arbeit (Fragen 56 bis 68): Was bildet das Gegengewicht gegen die Arbeitsbelastung
  8. Auswertung Teil 7- Ursachen von Arbeitsbelastungen: Gewichtung einzelner möglicher Belastungsquellen und Sammlung der freien Nennungen.

Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen für die Unterstützung bedanken. Schaut euch die Zahlen an -Sie spiegeln eure Arbeitswirklichkeit.

 

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Fragebogen zur Erfassung von Belastungen von pädagogischen Mitarbeitenden in Kindertagesstätten

Auf der Grundlage eines „Selbstcheck zur Erfassung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz“ der Evangelischen Fachstelle für Arbeitssicherheit (www.ekd.de/efas/images/selbstcheck.pdf) hat die Mitarbeitervertretung Leine-Solling einen Fragebogen entwickelt, um eine anonyme Mitarbeiterbefragung durchzuführen.

Mitarbeitervertretungen, die eine entsprechende Aktion durchführen möchten können den Fragebogen und weitere Dokumente als „Aktionsleitfaden“ bei der MAV Leine-Solling anfordern. (mail(at)mav.leine-solling.de). Für Mitarbeitervertretungen der Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers machen wir das Angebot, die Ergebnisse der Befragung in den verschiedenen Kirchenkreisen zu sammeln und zu einer Gesamtauswertung zusammenzuführen.

Der © Vermerk auf den Fragebögen darf nicht entfernt werden. Die nicht-kommerzielle Verwendung des Fragebogens im Rahmen von Mitarbeitervertretungstätgigkeiten wird nach Mitteilung des Verwendungszwecks und der ausführenden Organisation durch die MAV Leine-Solling erlaubt.
Hier gibt es den Fragebogen als .pdf

 

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Stressfrei in der KiTa- Eine Einführung in das Aktionsjahr

Es gehört zu den Aufgaben der MAV Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu fördern.

Deshalb beteiligt sich die MAV teilweise an den Begehungen von Einrichtungen durch die EFAS und registriert die Protokolle dieser Begehungen. Die Gefährdungsbeurteilungen der EFAS beschäftigen sich vorrangig mit Unfallgefahren und Krankheitsrisiken.
Wesentlicher Aspekt der Mitarbeitergesundheit sind aber auch psychische  Belastungen. Diese werden derzeit von der EFAS nicht erfasst, sind schwierig zu erfassen, und werden häufig unterschätzt.
Nach einer Untersuchung aus dem Jahr 2008 sind psychische Fehlbelastungen das zweitgrößte Gesundheitsproblem in der EU. Arbeitsbedingter Stress soll mehr als ein Viertel der Ausfallzeiten mindestens zwei Wochen Dauer verursachen. Weiterlesen
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Letzter Abgabetermin!

Am vergangenen Wochenende haben uns nochmals 12 Fragebögen erreicht. Klasse und vielen Dank :-)

Heute läuft die Abgabefrist ab. Wir möchten jetzt umgehend mit der Auswertung der Bögen beginnen. Erste Ergebnisse werden wir hier in Kürze veröffentlichen.

Alle Fragebögen, die uns bis Dienstag früh noch erreichen (entweder im MAV-Büro, per Post oder über unser Fach im KKA), kommen noch mit in die Auswertung.

 

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Kein Stress mit dem Stress

Die Zahl der psychischen Erkrankungen nimmt seit Jahren beständig zu. Weil die Menschen meist einen Großteil ihres Tages bei der Arbeit verbringen, ist es naheliegend, dass auch das Arbeitsleben darauf einen Einfluss haben kann.

Die Frage, wie Arbeit die persönliche Lebenszufriedenheit und die Gesundheit beeinflusst, lässt sich immer nur am Einzelfall beantworten. Denn die Antwort auf diese Frage hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die teils von der Persönlichkeit und den Handlungsmöglichkeiten der Beschäftigten geprägt werden, teils von Arbeitsinhalten und konkreten Arbeitsbedingungen.

Eine neu erschienene Handlungshilfe für Beschäftigte erklärt, was getan werden kann, um die Ursachen psychischer Belastungen am Arbeitsplatz erkennen und ausräumen zu können. Sie bietet Informationen und Ratschläge für zehn wichtige Bereiche des täglichen Lebens sowie die Bereiche, an denen der Betrieb ansetzen kann, um (psychische) Gesundheit, Arbeitszufriedenheit und Motivation zu fördern.

Die Broschüre kann auf der Internetseite des BKK Bundesverbandes „Mensch und Arbeit im Einklang“ unter folgendem Link abgerufen werden:

Kein Stress mit dem Stress

(Quelle. Evangelische Fachstelle für Arbeitssicherheit, EFAS)

 

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30 Fragebögen eingetroffen – auf zum Endspurt

Bis heute konnten 30 Fragebögen-Eingänge registriert werden. Das ist ja schon nicht schlecht, aber denn doch noch ein bisschen wenig. Also, wer seinen Bogen noch zu Hause liegen hat, weil er ihn ja “morgen” ausfüllen will: Sputet euch, der Abgabetermin naht!

Und die vielen ausgefüllten Fragebögen, die nur noch auf den Transport zur MAV warten, sollten auf den Weg gebracht werden, damit wir sie auswerten können. In dem Zusammenhang: Einige Fragebögen haben uns zwischenzeitlich auch per Post erreicht. Teilweise im DIN A4-Umschlag. Und das kostet stolze 1,45 Euro Porto. Wir haben die Fragebögen bewusst auf Vor- und Rückseite kopiert, damit die Rücksendung im normalen Umschlag erfolgen kann. Das spart 90 Cent!
151 Fragebögen warten noch auf ihre Bestimmung. Packt es an!

 

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Hurra! Der erste Fragebogen ist wieder da!

Wir freuen uns, den Eingang des ersten ausgefüllten Fragebogens vermelden zu dürfen. Vielen Dank, für die schnelle Bearbeitung. Jetzt fehlen nur noch 180 Fragebögen :-) .

Die große Berechnungstabelle zur Auswertung wurde heute eingeweiht und zeigt bislang keine Schwächen.

 

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